Im Paradies
Eine Bühne für Bilder und Visionen zur Schweiz
Die Schweiz taumelt. Zwischen rückwärts gewandten und fortschrittsgläubigen Sichtweisen wird um die Definitionsmacht der richtigen und wahren Identität gerungen. Es ist höchst zweifelhaft, ob aus den verschiedenen Entwürfen, Mythen und Wunschbildern eine Art urschweizerischer Kern herausgefiltert werden kann. „La Suisse n’existe pas“.
Wir fragen: Welche Schweiz wollen wir und wie viele verschiedene Schweizen lassen wir zu? Auf welche Grundwerte setzen wir: kostbare, die wir konservieren, bewährte, die es zu hinterfragen, fehlende, die es zu kultivieren gilt? Die Identität der Schweiz ist nicht fest gefügt, sondern stänndig zu erringen, zu verhandeln, zu erneuern.
Unser eidgenössische Schwerpunkt geht von der Zeitgenossenschaft aus und blickt impulsstiftend in die Zukunft. Dabei gehen wir davon aus, dass es uns zu gut geht, um Trübsal zu blasen, dass wir „im Paradies“ leben und uns entspannt auf die Bilder und Visionen der Künstler, Autorinnen und Denker einlassen können. Denn: „Je pense, donc je suisse“ – so lautet das andere Zitat von Ben Vautier.